Quiz zu den Cannabis-Mythen

Kennst du auch die vielen Mythen rund um Cannabis? Viele davon sind tatsächlich nur Mythos. Glaubst du, alle Mythen entlarven zu können? -dann bist du fit genug für unser Quiz! Teste dein Wissen!
Durch einen Klick auf das Häkchen vor der jeweiligen Frage erhaltest du die Lösung sowie interessante Zusatzinformationen.

fragezeichen

Cannabis macht nicht abhängig.

Falsch!
Auch von Cannabis kann man abhängig werden. Hier unterscheidet man die psychische Abhängigkeit und die körperliche Abhängigkeit. Dazu gehören zum Beispiel ein starkes Verlangen nach Cannabis und der damit verbundenen Wirkung, die Vernachlässigung üblicher Aufgaben wie der Schule, dem Lernen für Prüfungen, etc., oder dass man immer häufiger und mehr rauchen muss um sich zu entspannen.
Wenn man dann aufhört Cannabis zu rauchen oder zu essen, passiert es, dass man innerlich ganz unruhig wird, Probleme beim Einschlafen und beim Durchschlafen hat und/oder einem einfach alles auf die Nerven geht und man ständig schlecht drauf oder niedergeschlagen ist. Das nennt man sogenannte „Entzugssymptome“. Also Zeichen des Körpers, dass er sich an Cannabis so sehr gewöhnt hat, dass er glaubt, dass er es braucht.
Möchtest du für dich wissen, ob du deinen Konsum noch unter Kontrolle hast, so kannst du den Cannabis-Check ausprobieren.

Nicht alle Cannabis-Sorten sind illegal.

Richtig!
Tatsächlich gibt es derzeit (Mai 2018) in Österreich bei qualifizierten Händlern legales Cannabis und Cannabisprodukte zu kaufen. Diese enthalten allerdings kaum THC und verursachen damit keinen Rausch wie Cannabisprodukte mit THC. Das bedeutet, dass alle Pflanzen, Blüten und sonstige Produkte, welche einen THC-Wert von über 0,3 Prozent haben, in Österreich weiterhin illegal sind.
Die EU hat einen Sortenkatalog für landwirtschaftliche Pflanzenarten erstellt, in dem alle legalen Öl- und Faserhanfsorten angegeben werden.

Cannabis ist weniger Schädlich als Alkohol oder Zigaretten.

Richtig und Falsch!
Die unterschiedlichen Wirkungsweisen und die aktuelle Gesetzeslage betreffend der drei Substanzen machen einen Vergleich schwierig.
Konsumiert man Cannabis und wird dabei erwischt, verstößt man gegen das Gesetz und man hat schnell einmal massive Schwierigkeiten z.B. wenn es darum geht den Führerschein zu bekommen. Auch schadet Cannabis der Gehirnentwicklung bei Jugendlichen und lässt anhaltendem bzw. gesteigertem Konsum die Intelligenz sinken. Außerdem wurde ein negativer Einfluss auf die Spermiengesundheit entdeckt. Nikotin ist wiederum legal, schädigt die Lunge und ist für eine Vielzahl an unterschiedlichen Krebsarten, wie Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs verantwortlich. Alkohol andererseits ist sehr schädlich für die Leber und kann zu schweren körperlichen Erkrankungen wie Leberversagen führen.
Nicht zuletzt spielen der THC-Gehalt und auch der Anteil an CBD im Cannabis eine große Rolle bei der Einschätzung. Zum Vergleich: Es macht einen riesen Unterschied, ob man eine Flasche Bier trinkt oder eine Flasche Wodka. Eine Pauschale Aussage: „A ist gefährlicher als B“, ist also nur schwer möglich, obwohl es in verschiedenen Studien immer wieder versucht wird.

Der Konsum von Cannabis ist erlaubt.

Falsch!
Wenn man im Suchtmittelgesetz nachliest, steht dort, dass der Besitz, der Kauf, der Verkauf, die Herstellung, die Ein- und Ausfuhr und die Weitergabe von Cannabis verboten sind. Es stimmt, dass der Konsum im Gesetz nicht extra steht und aus diesem Grund glauben viele irrtümlich, dass der Konsum ein „Graubereich“ ist.
Nimmst du jedoch z.B. einen Joint an, geht er in deinen Besitz über. Wird man dann beim Konsum, also beim Rauchen oder Essen von Cannabis erwischt, bekommt man Schwierigkeiten. Dabei ist es egal, ob das in der Gruppe, alleine, in der Schule oder Unterwegs passiert, Probleme (und Hilfe) bekommt man immer.

Von Cannabis kann man psychotisch werden.

Richtig!
Wissenschaftler haben sich lange und ausführlich mit dieser Fragestellung beschäftigt und sie haben herausgefunden, dass Menschen, die Cannabis konsumieren ein höheres Risiko für die Entwicklung einer Psychose aufweisen. Gleichzeitig gibt es Forschungsergebnisse, wonach speziell Personen, welche aufgrund ihres genetischen Profils ein höheres Risiko für Psychosen/Schizophrenie haben, in höherem Ausmaß Cannabis konsumieren. Cannabis-Konsum und das erhöhte Risiko psychotisch zu werden, beeinflussen sich also gegenseitig.
Da man „vorher“ aber nicht weiß, ob man jenes genetische Profil mit erhöhtem Risiko hat, kann man nicht sagen wer krank wird und wer nicht.
Leider ist Schizophrenie eine Krankheit, die man dann sehr wahrscheinlich sein Leben lang hat.
Besonders gefährlich ist das für Personen, die bereits in der Jugend, also in einer Zeit, in der sich das Gehirn stark weiterentwickelt und jeden Tag etwas Neues lernt, Cannabis konsumieren.

Cannabis ist ein gutes Schmerzmittel.

Richtig und Falsch!
Es gibt einige in aufwendigen Verfahren hergestellte schmerzstillende Mittel, die auf Cannabis basieren. Diese werden allerdings nur unter strengen Auflagen in ganz speziellen Fällen angewendet und sind nicht bei allen Schmerzen wirksam.
Das liegt daran, dass es ganz unterschiedliche Arten von Schmerzen gibt, für die es wiederum ganz unterschiedliche Mittel gibt, die dagegen wirken. Dabei ist nicht jedes Medikament für jeden Schmerz die erste Wahl und kann, falsch eingesetzt, erhebliche Probleme machen. Um das für sich richtige Mittel zu finden, ist es wichtig eine/n Ärzt/in aufzusuchen und sich beraten zu lassen.
Ärzte lehnen Aufgrund der nicht zu unterschätzenden Risiken den generellen Konsum von Cannabis bei Schmerzen klar ab. Das betrifft jede Form des Konsums von Cannabis.

In Haschkeksen hat Cannabis weniger Wirkung als beim Rauchen.

Falsch!
Die Wirkung von Cannabis bleibt, egal ob man es isst, oder raucht dieselbe. Der Unterschied besteht darin, dass der Magen zum Verdauen der Kekse, Brownies oder anderen, meist recht fettigen Gebäcken länger braucht um die Wirkstoffe ins Blut freizusetzen. Darum kommt es einem so vor, als würde das Essen von Cannabis schwächer Wirken als das Rauchen.

Mischkonsum bei Cannabis ist unbedenklich.

Falsch!
Der Mischkonsum von verschiedenen Substanzen ist immer schlecht. Die Wirkungsweisen können sich gegenseitig verstärken oder es können Wechselwirkungen entstehen, die den Körper zusätzlich und auf nicht einschätzbare Weise belasten. Das kann lebensbedrohlich sein!
Mischt man beispielsweise Cannabis und Alkohol, kann das zu massiver Übelkeit, Erbrechen und einem lebensgefährlichen Kreislaufkollaps führen.
Das trifft aber nicht nur auf Alkohol, Nikotin und illegale Drogen zu, sondern auch auf Medikamente! Nimmt man gerade vom/von der Ärzt/in verschriebene, oder in der Apotheke frei erhältliche Mittel, sollte man unbedingt auf den Konsum von Cannabis (und anderen Substanzen) verzichten.

CBD ist in Österreich legal.

Richtig! (Juni 2018)
CBD, oder Cannabidiol, ist einer von vielen Wirkstoffen in der Cannabis-Pflanze. Im Gegensatz zum THC gilt es als nicht – zumindest nicht erkennbar –  psychoaktiv. Das heißt, es scheint, dass es keinen Einfluss auf die Wahrnehmung, das Denken, das Gedächtnis, die Stimmung, das Bewusstsein oder das Verhalten hat. Damit ist CBD aktuell laut dem Suchtmittelgesetz nicht verboten.
Das aktuelle Regierungsprogramm sieht jedoch vor, den Verkauf sowohl von Samen als auch von Stecklingen aller Cannabispflanzen zu verbieten. Das bedeutet, dass CBD selbst nicht verboten sein wird, jedoch der Handel mit CBD-haltigen Pflanzen.

Eine kleine Menge Cannabis ist erlaubt

Falsch!
Für Cannabis und andere Substanzen gibt es, was die Legalität betrifft, keine Grenzmengen. Im Gesetz ist klar beschrieben, dass der Besitz – auch wenn es „nur“ um eine kleine Menge geht - strafbar ist. Wer Cannabis besitzt und damit erwischt wird, der wird Probleme mit dem Gesetzt bekommen. Sollte man dabei erwischt werden, wie man Cannabis weiter gibt oder weiter verkauft, werden diese Schwierigkeiten noch schwerwiegender.

Cannabis-Rauchen wird eh bald legal.

Falsch!
In Österreich gibt es derzeit keine ernsthaften Anzeichen dahingehend, dass der Konsum von Cannabis in absehbarer Zeit legal werden könnte. Im Gegenteil: aktuell gibt es Bestrebungen für eine Verschärfung des Umgangs mit Cannabis bzw. mit Cannabisprodukten (Samen, Stecklinge).