CBD – Produkte

Seit einiger Zeit boomen sogenannte CBD-Produkte in Österreich. Aber was ist das genau, wo bekommt man diese und was bringt das Zeug überhaupt?

Hand zeichnet chemische Strukturformel von CBD © Zerbor / fotolia.com

CBD – Was?

Die Wirkstoffe sind nicht nur im Cannabiskraut (Marihuana, Gras), sondern auch im Harz (Haschisch, Ganja) und in Cannabis-Konzentraten wie z.B.: Cannabis-Öl enthalten.
Im Gegensatz zu THC, hat CBD keine nachgewiesene psychoaktive Wirkung und wird daher als Substanz und als Inhaltsstoff verschiedener CBD-Produkte in verschiedenen Shops angeboten. Das schließt auch Cannabis-Blüten und Cannabis-Harz mit ein, dessen Hauptwirkstoff CBD ist und dessen THC-Wert damit unter einer festgelegten Grenze von momentan 0,3 % liegt. Aber Achtung! Seit dem Erlass der Gesundheitsministerin im Dezember 2018 ist der Verkauf von CBD-Ölen, Extrakten und Produkten in Österreich nicht mehr erlaubt! Nur die Blüten dürfen noch verkauft werden, allerdings seit dem 1.1.2019 nur noch an Personen ab 18!
Was weiterhin frei verkäuflich ist, sind alle Lebensmittel, die schon vor 1997 in großen Mengen in Österreich verkauft worden sind. Das sind zum Beispiel Hanfsamen oder Hanfschokolade, wie man sie im Supermarkt zu kaufen bekommt.
Folgende Regeln sind wichtig:

    • Lebensmittel, in denen Hanfsamen oder Hanfblätter verarbeitet sind, sind für alle legal.
    • Lebensmittel, in denen Hanfblüten, CBD-Öle oder CBD-Extrakte verarbeitet sind, sind NICHT legal.
    • CBD-Blüten sind erst ab 18 Jahren legal.
CBD – Wann?

Das Cannabidiol (CBD) ist in der Medizin und der Wissenschaft schon lange bekannt und wird aktuell eingehend erforscht. Es gibt auch einige Krankheiten, bei denen CBD-Präparate von MedizinerInnen manchmal verschrieben werden, wenn andere Behandlungen nicht so wirken, wie man es sich gewünscht hätte. Dies wird allerdings sehr selten gemacht, da es noch nicht viele Aussagekräftige Ergebnisse der Studien gibt. 
Mit dem nicht legalen Verkauf von CBD in diversen Shops boomt auch die „Selbstbehandlung“ verschiedener „Wehwehchen“ durch den/die Konsumenten/in selbst. Das kann mitunter sehr gefährlich werden, vor allem, wenn man manche Beschwerden falsch einschätzt und nicht richtig behandelt. Aus diesem Grund sollte man vorab immer einen Arzt/eine Ärztin oder ApothekerIn aufsuchen und sich unbedingt beraten lassen.