E-Shisha

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E-Shisha, E-Hookah, Skinny Shisha, Shisha-2-go…all das sind Bezeichnungen für elektrische, tragbare Waserpfeifenprodukte. Mit der klassischen Wasserpfeife hat das nur noch wenig gemein. Sie funktioniert ähnlich dem Prinzip der E-Zigarette, allerdings wird die elektronische Alternative nicht mehr zwingend in Gesellschaft geraucht. Sie hat somit ihren Charakter des „Zusammenkommens“ verloren. Vielmehr macht es keinen Unterschied mehr, ob die E-Shisha oder die E-Zigarette konsumiert wird:

 

Wie funktioniert die elektronische Shisha?

  • Durch Anziehen an der E-Shisha wird ein Heizmodul aktiviert, welches das Liquid verdampfen lässt (Liquid = eine Flüssigkeit, die zu 90% aus Propylenglykol besteht).
  • Das Gerät wird über eine Batterie betrieben.
  • Aerosol entsteht und wird inhaliert - diesen Dampf kennt man auch von "Nebeleffekten" in Discos oder bei Konzerten.
  • Neben Einwegprodukten sind auch auffüllbare Kartuschen erhältlich.
Ist sie wirklich weniger gesundheitsschädlich?

Bisher gibt es keine Langzeitstudien zur Gesundheitsgefährdung durch elektronische Verdampfer. Fakt ist, dass die Lebensmittel- und Kosmetikindustrie ebenfalls Propylenglykol einsetzt. Dort gilt es als ungefährlich – ob dies auch für das Erhitzen und anschließende Inhalieren gilt, ist ungewiss. Die Gefahr einer Atemwegsreizung besteht. Vor allem sollten Kinder (Asthmagefährdung) davor geschützt werden. Außerdem können im Aerosol krebserregende Partikel enthalten sein. Des Weiteren werden Aroma- und Zusatzstoffe hinzugefügt, die häufig nicht ausreichend deklariert sind. Sofern es sich um ein nikotinhältiges Produkt handelt, ist die Gefahr eines raschen (Wieder-)Einsteigens in den normalen Zigarettenkonsum möglich.

Belastungen der Raumluft – Schutz vor Passivrauch?

rauchgewohnheiten_75090693_XSDie Menge der Ausströmungen eines e-Produkts sind im Vergleich zu einer angezündeten Zigarette geringer. Wird im Raum allerdings viel "gedampft", so erhöht sich das allgemeine Risiko auch hier entsprechend. Aufgrund der Entstehung von krebserregenden Partikeln in den Geräten und den möglichen Atemwegsreizungen kann man nicht von unschädlichem Konsum sprechen. Auch ist nicht ersichtlich, ob Nikotin enthalten ist oder nicht, was in der Gesellschaft zu Konflikten führen kann.

Die rechtliche Situation in Österreich
  • Seit Mai 2016 sind alle verwandten Tabakerzeugnisse – darunter fallen auch die e-Shishas – der normalen Zigarette gleichgestellt
  • Allerdings unterliegt die Regelung von Altersgrenzen den Bundesländern. Werden im Jugendschutzgesetz des jeweiligen Bundeslandes nur Tabakwaren erwähnt, fallen alle elektronischen Dampfwaren streng genommen nicht darunter. Alle Bundesländer, die diesen Zusatz noch nicht aufgenommen haben, werden jedoch in den folgenden Jahren nachziehen und alle Rauch- und Dampfwaren in den Jugendschutz aufnehmen. Danach ist der Konsum jener Produkte nur noch ab 16 Jahren genehmigt.
  • An allen Örtlichkeiten, wo Zigarettenrauchen verboten ist, ist auch die e-Shisha verboten
Ist die elektronische Wasserpfeife ein Raucheinstiegsprodukt?

E-Produkte sind sehr attraktiv für Kinder und Jugendliche. Buntes Design, geschmackliche Aromen (Vanille, Kirsche, Kaugummi, etc.) und die Neuartigkeit des Produkts schaffen es sogar nichtrauchende Jugendliche auf den Geschmack der e-Produkte zu bringen! Dadurch nehmen insbesondere Jugendliche Rauchen als gesellschaftlich akzeptiert wahr. Die elektronischen Geräte ahmen Tabakprodukte nach und können einen Umstieg zu Zigaretten erleichtern.