SNUS

Snus

Nicht nur in Europa, sondern auch auf der ganzen Welt greifen immer mehr Menschen zu rauchlosen Tabakprodukten wie z.B. Snus.  Kau-, Lutsch, und Schnupftabak werden nicht angezündet und lassen daher glauben, dass sie viel gesünder seien als Zigarettenrauchen. Auch die Tabakindustrie erhofft sich durch Bewerbung von Snus und Co., dass (ehemalige) Raucher und Raucherinnen auf diese Alternativen umsteigen und es somit zu keinen Umsatzeinbußen kommt.

 

 

Was du über Snus und Co. wissen solltest
  • Snus ist ein kleines Tabaktäschchen oder Kügelchen, das zwischen Zahnfleisch und Lippe geklemmt bzw. in die Backentasche eingelegt  wird. Das Täschchen besteht aus gemahlenem, feuchten und aromatisierten Tabak. Das Täschchen wird gelutscht.
  • Ist der Tabak lose in dem Döschen, also ohne Täschchen, kann er direkt auf das Zahnfleisch gestrichen werden. Das bezeichnet man als Kautabak.
  • Eine Unterscheidung zwischen Lutsch-, Kau- und Schnupftabak ist grundsätzlich nur sehr schwer machbar. Die Produkte haben damit derzeit noch unterschiedliche gesetzliche Regelungen (siehe unten).
  • KonsumentInnen nehmen im Durchschnitt 50 – 75mg Nikotin pro Tag auf. Auf Zigaretten umgerechnet, entspricht das einer Anzahl von 30 – 40 Zigaretten.
  • Das enthaltene Nikotin kann stark und schnell abhängig machen.
  • Die Gesundheitsgefährdung, die beim Anzünden des Tabaks entsteht, fällt beim Snus Konsum weg. Andere Gefahren wie Krebsgeschwüre im Mundbereich oder der Bauchspeicheldrüse, als auch Schädigung von Zähnen und Zahnfleisch sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen können trotzdem auftreten.
Österreichs Gesetzeslage zu rauchlosen Tabakwaren

CC0 geralt - pixabay.com

  • In der europäischen Union gilt ein absolutes Verkaufsverbot von Snus (Lutschtabak), bloß Schweden konnte sich durch eine Ausnahmeregelung diesem Verbot widersetzen.
  • Snus ist nur über den Onlinehandel oder unter der Hand erwerbbar, wird aber aufgrund des Verbots in Österreich strafrechtlich verfolgt.
  • Kau- und Schnupftabak sind in Österreich seit 2017 verboten
Werbestrategie der Tabakindustrie

Aufgrund der immer geringeren Anzahl an Rauchern und Raucherinnen auf der ganzen Welt sucht die Tabakindustrie nach Lösungen für ihre Umsatzeinbußen. Dass Rauchen ungesund ist, ist mittlerweile bekannt und akzeptiert. Die Tabakindustrie versucht daher mit Werbeslogans auch nichtrauchende Menschen zu Snus zu bewegen.

Es soll der Anschein entstehen, dass rauchlose Tabakwaren wie Snus "gesünder" seien. Auch bereits rauchende Personen werden angesprochen, die oftmals auf der Suche nach einer gesunden Lösung für ihren Zigarettenkonsum sind. Wie in Zigaretten ist in den rauchlosen Tabakwaren Nikotin enthalten, das stark abhängig machen kann. Viele ehemalige Rauchende steigen sehr schnell wieder auf Zigaretten um, da ihnen das Lutschen allein nicht ausreicht. Menschen, die zuvor gar nicht geraucht haben, wie zum Beispiel Jugendliche, können ebenfalls abhängig werden und suchen nach weiteren Alternativen. Der Griff zur Zigarette passiert dabei schnell.